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ELSA NIETMANN · Tragende Strukturen · 17.11. – 17.12.17

Elsa Nietmanns Leidenschaft für Bewegung zieht sich als thematischer Leitfaden durch ihre Werke. In ihrer Ausstellung TRAGENDE STRUKTUREN im Kunstreich dreht sich ebenfalls alles um Bewegung, den Bewegungsapparat, die zugrunde liegende Struktur. Holzskulpturen und Objekte aus Eisen und Beton. Mensch und Tier. Figürliches wird schrittweise abstrahiert und reduziert auf das Wesentliche: die Struktur einer Bewegung mit dem Schwerpunkt auf Kraft und Leichtigkeit. Die Ausstellung öffnet am Freitag, 17. November ’17, um 20 Uhr mit einer Vernissage für alle Interessierten und ist bis 17. Dezember in der Galerie im Herzen der Kemptener Altstadt zu sehen.

Die Tierdarstellungen aus Eisen, Draht und Beton sind transparent gehalten, gewähren Einblicke ins Innere des Körpers und auf das tragende Skelett. Sie zeigen mehr als nur die äußere Form des Wesens. Das Fehlen einer abschließenden Hülle, einer Haut, mag das Tier verletzlich und schutzlos erscheinen lassen. Zugleich zeigt es, wie wenig es braucht, um trotzdem kraftvoll und lebendig zu wirken. 

Durchbrüche, Spuren, Schnitte, Schraffuren

Skelettähnliche Strukturen finden sich auch unter den gesägten Holzskulpturen. Zahlreiche Durchbrüche nehmen dem Holz seine Schwere. Aber auch die massigeren Skulpturen wirken bewegt. Körper, die ihr Gewicht verlagern, sich bewegen, in Kontakt gehen und sich gegenseitig stützen. Allen Holzarbeiten gemein sind die sichtbaren Arbeitsspuren der Kettensäge. Wie bei einer Zeichnung die Striche, bleiben Schnitte und raue Kanten bestehen und verstärken damit Richtung und Form wie eine Schraffur. 

Vielseitigkeit der Bildhauerei

Die gebürtige Münchnerin Elsa Nietmann durchlief auf der Suche nach Formen des kreativen Schaffens unterschiedliche berufliche Bereiche wie Kommunikationsdesign, Architektur und verschiedene Handwerke. Vor allem die Vielseitigkeit des Bildhauerhandwerks begeisterte sie so, dass sie sich letztlich darauf konzentrierte und 2006 erfolgreich die Berufsfachschule zur Holzbildhauerin in München absolvierte. Seitdem arbeitet sie selbstständig in ihrem Atelier in München Sendling.

Nietmanns Schaffensprozess wird aktuell von ihrer Arbeit als Feldenkrais-Pädagogin beeinflusst. Die Feldenkrais-Methode ist ein körperorientiertes Verfahren zur Schulung der Selbstwahrnehmung. Das Erkennen eines zugrunde liegenden Musters ermöglicht Veränderung;  das schafft Raum für neue Strukturen in Körper und Geist. 

Beim artig Kunstpreis 2016 zeichnete die Jury Elsa Nietmann mit dem Sonderpreis aus; mit der Soloausstellung TRAGENDE STRUKTUREN zeigt sie nun erstmals in Kempten einen umfassenderen Ausschnitt aus ihrem Schaffen.

Und allen, die sich intensiver mit Kunst und Künstlerin auseinandersetzten möchten, empfehlen wir das Künstlergespräch am So. 17.12. um 15 Uhr.

www.elsanietmann.de

Termine & Öffnungszeiten

  • Freitag, 17. November 2017, 20 Uhr: öffentliche Vernissage der Ausstellung TRAGENDE STRUKTUREN von Elsa Nietmann
  • Künstlergespräch am So. 17.12. um 15 Uhr
  • Bis Sonntag, 17. Dezember 2017, ist die Ausstellung immer Dienstag von 16 bis 20 Uhr und Samstag & Sonntag von 11 bis 17 Uhr zu sehen.
  • Der Eintritt ist frei. Wie immer. Und die Gedanken… ihr wisst schon – sie sind es auch.
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