Nuë Ammann - Conundrum - Ausstellung

Ein positives Dilemma: Das englische Wort Conundrum beschreibt ein Rätsel, ein Gedankenspiel, gleich einem geheimnisvollen Puzzle, das womöglich ein Paradoxon beinhaltet; eine Frage, auf die es keine logische Antwort gibt, sondern die an sich eine intuitive Einsicht vermittelt. Ebenso verhält es sich mit den installativen Kunstwerken von Nuë Ammann, die nun zu sehen sind.

Ausstellung Conundrum - Nue Ammann - Plakat„Es geht mir um die Inszenierung von Gedanken. Indem ich Gegenstände in Beziehung zueinander setze, sie als Installationen fasse, schaffe ich Erlebnisräume, die ein intuitives Eintauchen in ein Thema ermöglichen. Viele der dazu verwendeten Objekte stelle ich im Voraus selbst her, andere Stücke finde ich beispielsweise in der Natur“, sagt die Künstlerin aus Dießen am Ammersee. Während bei einigen Ausstellungsbeiträgen die Objektkombinationen für sich stehen und eine große Assoziationsfläche bieten, nehmen bei anderen Ammanns Texte, Gedichte und Aphorismen eine wichtige Rolle ein. Dann verbindet die Künstlerin Wortbedeutung mit Form, Aussage mit Objekt und schafft überraschende Schnittstellen. Dabei mäandern ihre Inhalte stets zwischen Poesie und Philosophie; selbstverfasste Lyrik wird ebenso objekthaft installiert, wie Betrachtungen zu sozialen Werten. „Ich lasse die Ideen und Überlegungen dreidimensional werden, damit Gedachtes real im Raum steht und dem Betrachter neue Begegnungen offenstehen.“ Der Vorstellung von tatsächlicher Begegnung folgend, sind ihre Arbeiten nie passiv erlebbar. Sie wollen betrachtet, umrundet, ergründet werden, um innere Bilder und Reflexionen anzustoßen.

Immer für den Augenblick

„Endlichkeit ist Teil meiner Intention“, so die Künstlerin, die statt materialintensiver, fortbestehender Werke Ephemera entstehen lässt, leichte, vergängliche Arbeiten aus Papier, Natur- oder Recycling-Materialien. Die meisten ihrer Installationen überdauern nur eine Ausstellung, nach der Finissage werden sie an Ort und Stelle demontiert und die verwendeten Materialien erneut dem Kreislauf zugeführt. Was bleibt, sind dokumentierende Fotografien und fragmentarische Erinnerungsstücke, aus denen Nuë Ammann im Nachgang „Andenken“ entwickelt. „Wirklich wesentlich ist der Augenblick der Begegnung und der Bewegung im Geist. Dann setzen sich die Gedanken fort und werden weitergetragen.“

Nuë Ammann wurde 1970 in Augsburg geboren, studierte Diplom-Design an der Hochschule für Gestaltung Pforzheim und absolvierte ein Stipendium an der Drehbuchwerkstatt München als Meisterschülerin von Prof. Andreas Gruber. Seit den 1980er Jahren schreibt und inszeniert sie außerdem Theaterstücke und Kurzfilme. 2006 erhielt sie auf dem Filmfest München den „Tankred-Dorst-Preis“ für das beste Drehbuch.

In Kempten zeigte sie u.a. zum 60. Jubiläum der Sozialbau auf dem St.-Mang-Platz eine lange, gedeckte Tafel mit dem Titel „Gastfreundschaft braucht ein Zuhause“.

Mehr im Internet: nue-ammann.de

Termine & Öffnungszeiten:

  • öffentliche Vernissage: Fr. 20. Mai, 20 Uhr, Begrüßung 20:15 Uhr
  • Öffnungszeiten bis einschließlich So. 19. Juni 2022: Dienstag 16 – 20 Uhr, Samstag und Sonntag 11 – 17 Uhr
  • Der Eintritt ist frei(willig).
  • Künstlergespräch / Finissage: noch unklar
  • Wir empfehlen, beim Besuch von Vernissage und Ausstellung zum Schutz Deiner Mitmenschen und Dir selbst vor einer Corona-Infektion gemäß der bisherigen 3G-Regelung geimpft, genesen oder getestet zu sein, eine Maske zu tragen und Abstand zu halten.

© Bild oben (Ausschnitt) + Plakat: © Nuë Ammann

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