Rubrik: Texte zur Kunst

Das Gedächtnis eines Bildes

Barbara Wolfarts Rede zur Eröffnung der Ausstellung DIE GANZE WELT IST BÜHNE von Kornelia Kesel am 10. Februar 2017 in der Galerie Kunstreich

Liebe Gäste, 

lassen Sie mich Ihnen zuerst einmal etwas aus der Welt der geschriebenen Worte und der Bücher erzählen:

Es ist erst ein paar Tage her, da habe ich ein Buch mit dem seltsam klingenden Titel „Konzert ohne Dichter“ gelesen. Das Buch handelt von der damaligen Worpswedener Künstlerkolonie. Der Titel für das Buch bezieht sich auf eine großformatige Arbeit des Jugendstilmalers Heinrich Vogeler. Es war nicht der offizielle Titel des Bildes, der war anders, aber Vogeler selbst nannte es „Konzert ohne Dichter“.  [ WEITERLESEN → ]

Von der Freiheit, keine Meinung haben zu müssen

Grußwort des artig-Vorsitzenden Stephan A. Schmidt zur Vernissage des SALON DES REFUSÉS 2016 am 19.8.16 – mit Ergänzungen und Hintergründen

_DSK2373_DxO_w„Herzlich willkommen zu einer Ausstellung, die es so im weiten Umkreis nicht gibt: Eine Ausstellung, die ungefiltert, unsortiert und ungeregelt, ja anarchistisch aus über 120 Arbeiten gewachsen ist und von niemanden zusammengestellt wurde. Es gab keinen Filter, keine Jury, keine Gewichtung – keine Regel außer einer: Das Werk musste zur Festwochenausstellung 2016 nicht zugelassen worden sein. Und: Der Künstler musste sich den Mut – oder die Freiheit – nehmen, sein ausjuriertes Werk dennoch auszustellen. [ WEITERLESEN → ]

Ästhetische Rätsel aus dem Werk-Leben-Kunst-Totalverständnis entschlüsseln

Laudatio von Christian Greifendorf zur Ausstellung LANGEWEILE von Richard Géczi (20.5. – 19.6.16):

_DSK8127_DxO_b_wSehr geehrte Freundinnen und Freunde des Artig Kunstvereins, des Kunstbauraum Ulm Neu-Ulm e.V., liebe Gäste aus nah und fern,

ich habe die Ehre Sie in die Ausstellung LANGEWEILE von Richard Géczi hier im Kemptener Kunstreich einzuführen. Dabei gilt es ganz genau abzuwägen, was man erzählt und was besser nicht.

Warum soll man zu dieser Ausstellung nicht allzu viel sagen und erklären? Nun, das hängt damit zusammen, dass wir es hier mit Arbeiten zu tun haben, die nicht nur formalästhetisch oder als Objekt wirken, sondern wir haben es im besten Sinne mit Konzeptarbeiten zu tun. Aber gerade Konzeptkunst muss doch erklärt werden, lebt von der gedanklichen Durchdringung, könnte man nun einwerfen. Ja, richtig. Konzeptkunst lebt von der Analyse, der Idee, vom denken und dem Gedanken. [ WEITERLESEN → ]